Geschichte des Kaffees

Geschichte des Kaffees

Geschichte des Kaffees

Im 9 . Jahrhundert findet man erste schriftliche Erwähnungen zur Kaffeepflanze in der Region Kaffa in Äthiopien. Man kann aber davon ausgehen, dass Völker, die in der Nähe des bis zu 5 m hochwachsenden Baumes mit seinen roten Früchten lebten, sich auch für dessen Früchte schon immer interessierten.  

Eine der ältesten Handelswege vom afrikanischen Kontinent zu der arabischen Halbinsel führte über das Rote Meer von und nach Äthiopien. Seit dem 14. Jahrhundert wurde die Handelsstadt Mokha auf der arabischen Seite des Roten Meeres immer bedeutender für den Handel mit afrikanischen Waren und Sklaven. Mit den Waren kamen  auch die Kaffeepflanzen in den Jemen. In den jemenitischen Bergen wurde der Kaffeeanbau kultiviert. Aufgrund der geografischen Lage der Stadt Mohka und der für Fremde unzugänglichen Hochgebirgslage der Kaffeeplantagen, etablierte sich ein Handelsmonopol für den jemenitischen Hochlandkaffee, dass bis ins 17. Und 18. Jahrhundert bestand. Die Herkunftsbezeichnung der Stadt al-Muḫā (Mokha), wurde somit Namensgeber für den Mokka-Kaffee.

1554 während der Zeit Soliman des Großen wurde das erste Kaffeehaus, die „Schulen der Erkenntnis“ hießen, in Konstantinopel eröffnet. Im Laufe des nächsten Jahrhunderts fand der Kaffee auch seinem Weg in die europäischen Handelsstädte und von da an war der Siegeszug des Kaffees nicht mehr aufzuhalten. Mehrfach wurde versucht das Kaffeetrinken aus unterschiedlichen Gründen zu verbieten, einmal war es unislamisch, oder Kaffeetrinken wäre gesundheitsschädlich und führe zur Unfruchtbarkeit, oder aus politischen Gründen, wie 1756 in Schweden dort wurde der Kaffee verboten, weil es den Bauern verboten war Branntwein zu trinken und diese im Gegenzug das Kaffeeverbot für die höheren Stände durch setzten. Friedrich der II erließ ein Importverbot für Kaffee aus der irrigen volkswirtschaftlichen Annahme heraus, dass die Gelder die für den Kaffeeimport bezahlt wurden, verlorenes Kapital für Deutschland wäre. Letztendlich schaffte Friedrich der II so praktischerweise ein Kaffeemonopol und verdiente ganz gut daran. All diese Verbote und Regelunge konnten den Siegeszug des Kaffees aber nicht aufhalten. 1683 wurde in Wien das erste Kaffeehaus im deutschsprachigen Raum eröffnet. 3 Jahre später konnte man in einem Kaffeehaus in Nürnberg und Regensburg seiner individuellen Schule der Erkenntnis bei einer entspannenden Tasse Kaffee frönen. Weitere Städte folgten wie Hamburg im Jahre 1687.

Im 18. Jahrhundert wurden in den Kolonien der damaligen Weltmächte, in Indonesien, Südamerika, Surinam, Brasilien und in der Karibik Kaffeeplantagen angelegt. Als dann 1820 die Stadt Mokha von den Engländern in deren Weltreich einverleibt wurde, blieb nur der Name Mokka als  geschichtlicher Hinweis übrig. Auf dem Weltmarkt spielt der jemenitische Kaffee heutzutage keine Rolle mehr, da die Qualität und Liefermengen stark schwankend sind. Die Kaffeerösterei Vee hat in Anlehnung an die berühmte Geschichte der Stadt Mokha die Mischung Vees Mokha Java kreiert.

In der Welt der Naturwissenschaften wurde die Kaffeepflanze 1753 erstmals von Carl von Linné beschrieben und klassifiziert. Die Gattung Kaffee (Coffea) hat in etwa 124 Unterarten, neun dieser Unterarten werden weltweit kommerziell eingesetzt und zwei von diesen neun Arten werden in Deutschland verarbeitet. Die ursprünglich aus dem südwestlichen Teil des heutigen Äthiopien stammende Arabica-Kaffee (Coffea arabica) ist vor ca. 14.000 Jahren als Hybridgewächs aus Coffea eugenioides und Coffea canephora entstanden. Von dieser wirtschaftlich bedeutendste Pflanzenart aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) werden weltweit ca. 10 Mrd. Pflanzen angebaut.

1862 wurde auf dem Gebiet des heutigen Uganda erstmals die Robusta-Kaffee Pflanze (Coffea canephora) entdeckt und beschrieben. Jedoch erst 36 Jahre später, 1898 wurde diese Unterart aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) als Kulturpflanze im Belgisch-Kongo eingesetzt und auf Plantagen im größeren Stil angebaut und geerntet. Das Aroma der Arabica Bohne gilt gemeinhin als die qualitativ bessere und die Robusta Bohne als die billigere Schwester und nicht so variantenreich im Geschmack. Dennoch gibt es auch unter den Robusta Bohnen ausgesuchte Qualitäten wie man an der kräftigen 100 % Robusta-Spezialität, dem Dschungel von delmocca riechen und schmecken kann. Heute gibt es in Ugunda auch fantastische Arabica-Spezialitäten wie zum Beispiel den Murnauer Bugisu, Uganda - BIO Kaffee. Der leicht malzige und die nicht zu dominante fruchtige Note machen diesen Kaffee zu einem gelungenen Gourmet-Kaffee.

Durch die Kolonisation und die Verbreitung von Kaffeepflanzen und deren Kultivierung entstanden rund um die Welt große Anbaugebiete. Die heutige weltweite Produktion beträgt ca. 9 Millionen Tonnen Kaffee pro Jahr.